Ratgeber · Sicherheit und Technik

Wer hat eigentlich Zugang zu Ihrer Website und Domain?

Viele Betriebe wissen nicht, auf wen ihre Domain läuft und wer die Passwörter hat. Warum das zum Problem wird und wie Sie Ordnung schaffen.

3 Minuten Lesezeit

Stand 25.10.2026

Worum es geht

Zu jeder Website gehören mehrere Zugänge. Dazu zählen der Vertrag beim Hoster, die Domain als Ihre Adresse im Internet, der Admin-Zugang zu WordPress und meist auch die E-Mail-Postfächer.

Bei vielen Betrieben wurde das vor Jahren von einem Webdesigner, einem Bekannten oder einem Mitarbeiter eingerichtet. Wer welche Zugangsdaten hat, ist heute oft niemandem mehr klar.

Besonders heikel ist die Domain. Manchmal wurde sie nicht auf den Betrieb registriert, sondern auf den Webdesigner oder eine Agentur. Dann gehört sie rechtlich nicht Ihnen.

Was passieren kann

Solange alles läuft, fällt das nicht auf. Zum Problem wird es, wenn sich etwas ändern soll. Der Webdesigner ist nicht mehr erreichbar, ein Mitarbeiter hat den Betrieb verlassen oder Sie möchten den Anbieter wechseln.

Ohne Zugang können Sie dann weder Texte ändern noch die Website umziehen. Im schlimmsten Fall läuft der Vertrag für die Domain aus, weil Rechnungen an eine alte E-Mail-Adresse gehen, und Ihre Website und Ihre E-Mails sind plötzlich nicht mehr erreichbar.

Dazu kommt die Sicherheit. Ehemalige Mitarbeiter oder Dienstleister, die noch Zugang haben, sind ein Risiko, auch wenn niemand etwas Böses vorhat.

Der kurze Selbstcheck

Können Sie alle drei Fragen sicher mit Ja beantworten? Wenn nicht, lohnt sich ein genauer Blick auf Ihre Website.

Wissen Sie, auf wen Ihre Domain eingetragen ist?
Haben Sie selbst die Zugangsdaten zu Ihrer Website und Ihrem Hosting?
Wissen Sie, wer außer Ihnen noch Zugang zu Ihrer Website hat?

Was Sie selbst tun können

Machen Sie eine einfache Liste mit allen Zugängen rund um Ihre Website. Notieren Sie jeweils den Anbieter, wer den Zugang hat und auf wen der Vertrag läuft.

  • Domain und Hosting
  • WordPress mit allen Benutzerkonten
  • E-Mail-Postfächer
  • Google Unternehmensprofil und Statistikwerkzeuge

Schauen Sie in WordPress unter Benutzer nach, wer alles ein Konto hat, und löschen Sie Konten von Personen, die nicht mehr für Sie arbeiten. Fragen Sie bei Ihrem Hoster nach, ob die Domain auf Ihren Betrieb eingetragen ist. Bei Domains mit der Endung .de lässt sich der Inhaber nicht mehr öffentlich nachschlagen, Ihr Anbieter kann es Ihnen aber sagen.

Die Zugangsdaten gehören in einen Passwort-Manager oder an einen sicheren Ort im Betrieb, nicht nur in den Kopf einer einzelnen Person.

So kümmere ich mich darum

Wenn ich eine Website übernehme, sichere ich zuerst alle Zugänge. Ich kläre, wo Domain und Hosting liegen und auf wen sie laufen, und sorge dafür, dass alles auf Ihren Betrieb eingetragen ist.

Sie bekommen eine Übersicht aller Zugänge. Ihre Website und Ihre Domain gehören Ihnen, nicht mir. Wenn Sie irgendwann den Dienstleister wechseln möchten, ist das ohne Probleme möglich.

In der laufenden Betreuung achte ich darauf, dass nur die Personen Zugang haben, die ihn wirklich brauchen.

Häufige Fragen

Mein Webdesigner hat die Domain auf sich registriert. Was kann ich tun?

Sprechen Sie ihn zuerst direkt an. In den meisten Fällen lässt sich die Domain mit wenig Aufwand auf Ihren Betrieb übertragen. Ist er nicht mehr erreichbar, wird es aufwendiger, ist aber oft trotzdem lösbar.

Wie bewahre ich Zugangsdaten am besten auf?

Am besten in einem Passwort-Manager, auf den mindestens zwei vertrauenswürdige Personen im Betrieb Zugriff haben. So hängt nicht alles an einer einzigen Person.

Soll mein Dienstleister überhaupt einen eigenen Zugang haben?

Ja, aber einen eigenen und nicht Ihren. So ist nachvollziehbar, wer was geändert hat, und Sie können den Zugang jederzeit wieder entfernen.

Möchten Sie wissen, wie es um Ihre Website steht?

Ich prüfe Ihre Website kostenlos und unverbindlich und sage Ihnen ehrlich, was zu tun ist.